Deine Stimme für einen selbstbestimmten Bildungsweg!
Dienstag, 22.07.2008 by KiFaSchuLeLiebe Blog-BesucherInnen,
ich möchte Dich noch einmal (siehe auch hier) auf den Offenen Brief des Netzwerk Bildungsfreiheit e.V. an Bildungsministerin Dr. Annette Schavan aufmerksam machen.
Wir haben im Leben die Wahl, z.B. ob wir überhaupt und wenn ja, welche Partei wir wählen, ob wir zum Frühstück Obst oder doch lieber ein Brötchen mit Marmelade essen, ob wir in unserer Freizeit Joggen oder Bogenschießen bevorzugen, ob wir klassische oder Pop-Musik hören, ob wir Auto oder Fahrrad fahren, ob wir in der Stadt oder auf dem Land wohnen, ob wir einer Religionsgemeinschaft angehören oder nicht, ob wir heiraten oder ledig bleiben, ob wir ein Handwerk erlernen oder ob uns etwas Kaufmännisches mehr liegt, oder, oder oder… Und wir wären empört, wenn uns jemand in diesen Wahlmöglichkeiten einschränken wollen würde. Jeder Mensch möchte selbstverständlich selbst darüber bestimmen, wie er sein Leben gestaltet.
Aber in der wichtigen Frage des Bildungsweges unserer Kinder, hat der Gesetzgeber uns Grenzen gesetzt. In Deutschland ist der Bildungsweg durch die Schulanwesenheitspflicht vorgegeben. Kinder dürfen nur in den Räumen einer staatlichen (oder staatlich genehmigten) Schule lernen. Wer einen anderen Bildungsweg einschlagen möchte, wie z.B. Homeschooling, muss mit Zwangsmaßnahmen rechnen, die weltweit einzigartig sind. In Deutschland haben Eltern und Schüler keine Wahl.
Ein großes Medieninteresse rief eine Gruppe von zehn Schülern in Freiburg hervor, die sich von der Schule abmeldeten, um sich selbst auf das Abitur vorzubereiten. Da sie bereits volljährig waren, kamen sie mit dem Gesetz nicht in Konflikt. Die Medien berichteten überwiegend positiv von diesem Lernprojekt, der Mut und das Durchhaltevermögen dieser Schüler wurde bewundert.
Würde eine Gruppe von Minderjährigen ein ähnliches Projekt ins Leben rufen, würden die Schlagzeilen in den Medien anders lauten. Es würde wohl eher von den Gerichtsbeschlüssen gegen die Eltern berichtet, denen Zwangsgelder, Gefängnisstrafe und Sorgerechtsentzug drohen.
Bei unseren europäischen Nachbarn würden beide Gruppe mit ihrem Vorhaben kein Aufsehen erregen. Lernen ohne Schule ist dort ausdrücklich erlaubt oder zumindest geduldet.
Damit Eltern und Schüler hierzulande ebenfalls aus einem vielfältigen Bildungsangebot frei wählen können, hat das Netzwerk Bildungsfreiheit einen Offenen Brief an Dr. Annette Schavan verfasst.
Jeder kann dieses Anliegen unterstützen, indem er den Brief ebenfalls unterschreibt.
Bitte setze auch Du ein Zeichen für Bildungsfreiheit in Deutschland.
=> Link zum Offenen Brief und Online-Unterschrift
Bitte informiere auch gerne weitere Personen von dieser Aktion, z.B. in Mailinglisten, in Foren und auf Blogs. Jede Stimme zählt.
Ich bedanke mich für Deine Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Evelyn




