Montag, 08.02.2010 von KiFaSchuLe
Einmal hatten die Tiere entschieden, sie müssten etwas Heroisches tun, um den Problemen „einer neuen Welt“ zu begegnen. Also organisierten sie eine Schule.
Sie wählten einen Lehrplan der Aktivitäten, die in Laufen, Klettern, Schwimmen und Fliegen bestand. Um es einfacher zu machen, den Lehrplan zu verwalten, wählten alle Tiere jedes Fach.
Die Ente war ausgezeichnet im Schwimmen, tatsächlich sogar besser als ihr Lehrer, aber sie konnte beim Fliegen nur gerade eben bestehen und war sehr schlecht im Laufen. Da sie beim Laufen langsam war, musste sie Nachhilfestunden nehmen und auch Schwimmen ausfallen lassen, um Laufen zu üben. Dies wurde beibehalten, bis ihre Schwimmfüße arg mitgenommen waren und sie im Schwimmen nur noch durchschnittlich war. Aber Durchschnitt war akzeptabel in der Schule, also machte sich niemand darüber Sorgen, außer der Ente.
Das Kaninchen begann als Klassenbester im Laufen, hatte aber einen Nervenzusammenbruch wegen der vielen Arbeit, um im Schwimmen aufzuholen.
Das Eichhörnchen war ausgezeichnet im Klettern, bis es in der Flugklasse frustriert wurde, wo sein Lehrer es vom Boden aufwärts starten ließ anstatt vom Baumwipfel abwärts. Es entwickelte auch einen Muskelkater von der Überanstrengung und bekam dann eine 3 im Klettern und eine 4 im Laufen.
Der Adler war ein Problemkind und wurde streng bestraft. In der Kletterklasse schlug er alle anderen bis zum Wipfel des Baumes, bestand aber darauf, auf seine eigene Art dort hinzukommen.
Am Ende des Jahres hatte ein abnormaler Aal, der gut schwimmen konnte und auch ein wenig laufen, klettern und fliegen, den höchsten Durchschnitt und hielt die Abschiedsansprache.
Die Präriehunde blieben außerhalb der Schule und kämpften gegen die Steuererhebung, weil die Verwaltung Graben und Gängebohren nicht in den Lehrplan aufnehmen wollten. Sie ließen ihre Kinder bei einem Dachs ausbilden und vereinigten sich später mit den Murmeltieren und Zieseln, um eine erfolgreiche Privatschule zu gründen.
(George H. Reavis)
Quelle
Schlagwörter: Begabung, Chancengleichheit, Einheitsschule, Gleichmacherei, Kinder, Kindheit, Lernen, Lernlust, Lernunlust, Nachhilfe, Privatschule, Schule
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Samstag, 06.02.2010 von KiFaSchuLe
Schlagwörter: Asyl, Bildungsasyl, Bildungsfreiheit, Hausunterricht, Heimunterricht, Home Education, Homeschooling, Kinder, Kindheit, Neubronner, Romeike, Schule, Schulpflicht, Schulzwang, Selbstbestimmtes Lernen, Selbstbestimmung, SternTV, USA
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Samstag, 30.01.2010 von KiFaSchuLe
Newsletter des Netzwerks Bildungsfreiheit:
Liebe Freunde der Bildungsfreiheit,
im Rahmen der Berichterstattung über das Asylverfahren der Familie Romeike hat es auch einige sehr lesenwerte und erfreuliche Stimmen gegeben, die ich Ihnen/Euch nicht vorenthalten möchte.
Bemerkenswert ein Kommentar des WDR Hörfunk von Hubert Maessen: “Deutschland muss noch viel lernen”, den ich nachfolgend im Volltext mitsende, weil er die Dinge sehr klar auf den Punkt bringt und sich erfrischend von dem abhebt, was man im Allgemeinen so liest:
Deutschland muss noch viel lernen
Eine Familie, die aus Deutschland in die USA geflohen ist, die hat dort politisches Asyl erhalten, weil ihre fundamentalen Grundrechte in der Bundesrepublik verletzt würden. Was steckt denn dahinter?
Nun, die streng-gläubige Familie mit fünf Kindern wollte den Nachwuchs selber zu Hause unterrichten, weil die öffentlichen Schulen immer unchristlicher seien. Wegen Verletzung der Schulpflicht drohte den Eltern permanent Strafe, möglicherweise sogar der Kindesentzug.
In Amerika unvorstellbar, da darf man auch zu Hause unterrichten.
Die Familie, die ihre Kinder nicht in deutsche öffentliche Schulen schicken will, sondern lieber selber unterrichtet, die handelt aus besonders strengen religiösen Überzeugungen, die hierzulande flächendeckend nicht mehr ernst genommen werden; solche Leute gelten als Sektierer – oder sagen wir es handfester: als Verrückte, denen man die Kinder am besten gleich wegnehmen sollte.
Dass diese Leute in die USA geflohen sind und dort im bibeltreuen Süden, in Memphis/Tennessee, von einem Richter politisches Asyl zugesprochen bekommen haben, auch das passt ins hier gepflegte Bild, dort seien fundamentalistische Cowboy-Richter für die komischsten Urteile gut und überhaupt träfe der abgewandelte Asterix-Spruch zu: „Die spinnen, die Amis“.
Das tun die aber gar nicht. Wenn hier einer spinnt, dann ist es Deutschland mit seiner obrigkeitsstaatlichen Tradition, die für Länder, die aus Freiheitswillen entstanden, unbegreiflich, ja geradezu abstoßend ist. Die USA sind geboren als eine Nation gegen die damals in Europa herrschende Unfreiheit und Unterdrückung. Grundlegend ist die Überzeugung, dass die Menschen nicht dem Staat gehören, sondern sich selber, und dass der Staat nur eine dienende Funktion hat – so wenig wie möglich, nur so viel wie unbedingt nötig. Dass die Eltern das Recht haben, ihre Kinder zu Hause zu erziehen und zu bilden, das ist selbstverständlich, und deshalb begründete der amerikanische Richter seine Entscheidung so: „Heimschüler sind eine Gruppe, nach deren Unterdrückung die deutsche Regierung trachtet. Die Familie hat eine wohl begründete Furcht vor Verfolgung und deshalb ein Anrecht auf Asyl. Der Umgang deutscher Behörden mit Heimschülern ist konträr zu all dem, an das wir als Amerikaner glauben.“
Und – Achtung! Irrtum! – nicht nur die Amerikaner. In fast allen zivilisierten europäischen Ländern ist der häusliche Unterricht als Recht der Menschen gestattet. Halten Sie sich fest: In Skandinavien, Irland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Österreich, Schweiz, Polen, Ungarn, Italien, Spanien und Portugal, in den Niederlanden ist die Sondererlaubnis unproblematisch, und private Schulen gibt es noch und nöcher. Die Bildungsaufsicht durch Kontrollen und Zwischenprüfungen wird unterschiedlich gehandhabt, durch die Bank führt aber der Hausunterricht nicht zu schlechteren Ergebnissen, ganz im Gegenteil: durchweg sind sie besser als die der staatlichen Schulen.
Wenn es nicht nur im großen Wissenschaftsland USA und in mehr als einem Dutzend renommierter Staaten Mitteleuropas ohne Schulzwang geht, dann stimmt doch was mit Deutschland nicht. Und so ist es: Es hat ein Bildungsdefizit in punkto Freiheit. Es muss noch viel lernen.
Sehr bemerkenswert auch die Reaktionen außerhalb Deutschlands:
Can I claim asylum in the US http://blogs.telegraph.co.uk/news/edwest/100024302/can-i-claim-asylum-in-the-us/
Zu beachten sind auch die Kommentare die sich daran anschließen. Man vergleiche diese mit den Kommentaren unter deutschen Tageszeitungen. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf das deutsche Denken. Ein englischer Journalist, der hier in Deutschland arbeitet, schrieb mir gestern u.a. : “Als Engländer kann ich die deutsche Politik in Sachen Schulpolitik nicht nachvollziehen.”
Lesenswert auch der Artikel: Staatsschule und Demokratie – Homeschooling ist Nordkorea des libertären Magazins “eigentümlich frei”
http://ef-magazin.de/2010/01/28/1819-staatsschule-und-demokratie-homeschooling-ist-nordkorea
Interview mit Tilmann Neubronner zum Asylurteil http://www.stern.de/panorama/deutsche-homeschooling-eltern-wir-werden-in-deutschland-verfolgt-1539312.html
Kommentar Schulpflicht oder Bildungspflicht http://www.pro-medienmagazin.de/kommentar.html?&news[action]=detail&news[id]=2726
Schlagwörter: Asyl, Bildungsasyl, Bildungsfreiheit, Hausunterricht, Heimunterricht, Home Education, Homeschooling, Kinder, Kindheit, Netzwerk Bildungsfreiheit, Romeike, Schule, Schulpflicht, Schulzwang, Selbstbestimmung, USA
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Mittwoch, 27.01.2010 von KiFaSchuLe
Bahnbrechende Entscheidung der US-Gerichtsbarkeit
Familie Romeike aus Bissingen floh 2008 vor der in Deutschland immer noch üblichen Verfolgung durch die Behörden in die USA und beantragte dort politisches Asyl. Ihrem Antrag wurde nach einer Anhörung in Memphis, Tennessee, am 26. Januar 2010 stattgegeben. Aus der Urteilsbegründung:
„Die Rechte, die hier verletzt werden, sind grundlegende Menschenrechte, und kein Land hat ein Recht, sie zu verletzen… Homeschooler sind eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe, und die deutsche Regierung versucht sie zu unterdrücken… Die Familie hat eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung… daher hat sie Anspruch auf Asyl …. und das Gericht gewährt Asyl.“
Michael Donnelly, Anwalt der „Homeschool Legal Defense Association“ äußerte sich zufrieden über den Ausgang des Verfahrens. „Diese Entscheidung erkennt endlich an, dass deutsche Homeschooler eine gesellschaftliche Gruppe sind,
die von einer westlichen Demokratie verfolgt werden. Es ist peinlich für Deutschland, denn ein westliches Land sollte grundlegende Menschenrechte achten, und dazu gehört der Erlaubnis für Eltern, ihre eigenen Kinder großzuziehen und zu bilden… Wir hoffen, dass Deutschland nach dieser Entscheidung aufhören wird, Homeschooler zu verfolgen.“
Auch das deutsche Netzwerk Bildungsfreiheit geht davon aus, dass diese Entscheidung eine Liberalisierung der deutschen Rechtssprechung zur Folge haben wird. “Diese Entscheidung verdeutlicht dem Rest der Welt, dass der deutsche Staat hier außerhalb des für westliche Staaten üblichen Standards agiert… Die Entscheidung für Romeikes … ist eine ernste Warnung an die deutschen Behörden, ihre Vorgehensweise zu ändern und die Elternrechte zu respektieren. Wir hoffen, dass die Entscheidung ein deutliches Signal an die Behörden in Deutschland sendet, rasch etwas zu ändern!”
Homeschool-Mutter Dagmar Neubronner rief Eltern dazu auf, sich im Interesse aller Kinder für Bildungsfreiheit einzusetzen, von der das gesamte deutsche Bildungssystem nur profitieren werde: “Solange es kein Entrinnen vor dem Besuch deutscher Schulen gibt, werden diese nicht grundlegend besser werden Monopolrechte sind nie gut für die Qualität.”
Wir freuen uns, wenn Sie uns über Ihre Berichterstattung zum Fall Romeike informieren, herzlichen Dank!
Mit freundlichem Gruß
Dagmar Neubronner
bildungsfreiheit@genius-verlag.de
Artikel zu dem Urteil bei
Focus-Online
Süddeutsche
Tagesschau
Spiegel-Online
Die Presse
Schlagwörter: Asyl, Bildungsasyl, Bildungsfreiheit, Hausunterricht, Heimunterricht, Home Education, Homeschooling, Kinder, Kindheit, Netzwerk Bildungsfreiheit, Romeike, Schule, Schulpflicht, Schulverweigerung, Schulzwang, Selbstbestimmung, USA
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Freitag, 15.01.2010 von KiFaSchuLe

In der Ausgabe 4/09 des unerzogen Magazins finden Sie Artikel, Interviews und Rezensionen zu verschiedenen Familienthemen. Jannetje Egbers stellt das Attachment Parenting vor, Dr. Katja Rose beleuchtet das Konzept der “Verwöhnung” und Manuela Schauerhammer betrachtet mit kritischem Blick eine Auswahl an modernen “Kinderüberwachungsgeräten”. Im Interview erzählt Sabine Kuegler, das Dschungelkind, über sogenannte Drittkulturkinder. Diese und weitere spannende und interessante Beiträge füllen das 60 Seiten umfassende Heft in der aktuellen Ausgabe.
Quelle: http://unerzogen-magazin.de/
Schlagwörter: Attachment Parenting, Bildung, Demokratische Schulen, Deschooling, Dschungelkind, Erziehung, Herbert Renz-Polster, Kinder, Kindheit, Nichterziehung, Sabine Kuegler, Schule, Schulzwang, Unerzogen, Unerzogen-Magazin, Unschooling, Vera F. Birkenbihl
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Montag, 11.01.2010 von KiFaSchuLe
Schlagwörter: Alternatives Lernen, Belgien, Bildung, Bildungsfreiheit, Hausunterricht, Heimunterricht, Home Education, Homeschooling, Kinder, Kindheit, Mailingliste, Ostbelgien, Schule
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Donnerstag, 03.12.2009 von KiFaSchuLe
In der Dezember-Ausgabe von eigentümlich frei ist die Bildung das Schwerpunktthema.
Auszug aus dem Editorial des Herausgebers André Lichtschlag:
… Immer mehr Geld in die Bildung – die Zwischenbilanz: Vor 100 Jahren sind in Deutschland nur ein Prozent eines Jahrgangs ans Gymnasium gegangen. Heute ist es fast jeder Zweite. Waren unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern nach wenigen Jahren Volksschule schlechter auf Leben und Beruf vorbereitet als heutige Taxifahrer nach Vollendung ihrer vollumfänglichen Bildungskarriere in Krippe, Kindergarten, Schule und Hochschule? Sprachen sie schlechter Deutsch und konnten schlechter rechnen als die Abiturienten an heutigen Staatsschulen? Oder waren die neun US-amerikanischen Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, James Madison, John Quincy Adams, William Henry Harrison, Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt, Woodrow Wilson und Franklin D. Roosevelt, die allesamt nie in ihrem Leben irgend eine Schule besuchten, tatsächlich schlechter gebildet als Angela Merkel, Andrea Nahles oder Joschka Fischer? …
Link zum vollständigen Artikel
Schlagwörter: André Lichtschlag, Bildung, Bildungskommunismus, Bildungssystem, eigentümlich frei, Einheitsschule, Fremdbetreuung, Kinder, Kindergartenpflicht, Kinderverwahranstalten, Kindheit, Leben ohne Schule, Schule
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Mittwoch, 02.12.2009 von KiFaSchuLe
… Als die Volksschulen das neue Jerusalem nicht hervorbrachten, lag der Schluss nahe, dass die Dosis an „Bildung“ noch viel zu niedrig war. Lesen, Schreiben, Rechnen war zu wenig, um den neuen Menschen hervorzubringen. Also wurde die Zwangsschule nach hinten und nach vorne ausgeweitet. Nach und nach mussten akribisch alle Kinder erfasst werden, um ja keines auszulassen. Die Gebäude mussten moderner und größer werden, die Ausstattungen teurer. Die Schulzeiten nahmen zu und die Hausaufgaben. Immer mehr Fächer waren zu unterrichten, immer detailliertere Lehrvorgaben einzuhalten. Als das nicht reichte, richtete man das Augenmerk auf die Lehrer: Womöglich waren diese zu wenig „gebildet“? Es folgte die Vereinheitlichung und Zentralisierung der Lehrerausbildung. Noch immer reichte der Bildungsaufwand nicht aus, was in der Tat ein offensichtliches Faktum ist. Dieser Trend geht bis heute weiter: Immer neue Versprechen lösen sich in immer kürzeren Zeiträumen ab. Dann, wenn alle Kinder in Ganztagsschulen stecken, werden wir endlich die Früchte der „Bildung“ genießen. Dann, wenn alle Lehrer Akademiker sind. Dann, wenn alle Kinder Abitur haben. Dann, wenn jedes Kind individuell gefördert wird. Dann, wenn endlich überall die neuesten „Bildungs“-Methoden umgesetzt wurden (die, sobald überall umgesetzt, gleich wieder veraltet sind). Dann, wenn alle studieren können. Dann, wenn jeder Mensch einen akademischen Titel trägt. Dann, wenn endlich die Mittel für die nächste brandneue, alles revolutionierende „Bildungs“-Technologie bereitgestellt werden. Dann, wenn jedes Kind einen Laptop und Internet-Zugang hat. Dann, wenn das Bildungsbudget doppelt so hoch ist! Dreimal so hoch! Viermal so hoch! Dann, wenn wir die totale Bildung geschaffen haben, dann wird mit dem neuen Menschen die Erlösung kommen. …
Link zum vollständigen Artikel von Rahim Taghizadegan auf ef-online
Schlagwörter: Bildung, Bildungsfabrik, Bildungspolitik, Bildungssystem, Bildungswahn, Kinder, Kindheit, Lehrplanwirtschaft, Rahim Taghizadegan, Schule, Schulkritik, Utopie
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Donnerstag, 26.11.2009 von KiFaSchuLe
Gestern konnten wir die Familie Dudek in der ZDF-Reihe 37 Grad sehen. Heute nun wurde das Urteil vor dem Landgericht Kassel gesprochen: 120,00 Euro Strafe. Ins Gefängnis müssen die Eltern nun doch nicht. Zunächst jedenfalls.
Bericht auf Spiegel-Online:
Für sie sind Schulen ein Ort der Versuchung und des Lasters – darum unterrichten hessische Eheleute ihre Kinder seit Jahren zu Hause, trotz Schulpflicht. Ein Gericht hat das Paar nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Es sind zwar vorerst nur 120 Euro, aber es könnte schlimmer kommen. …
… Der Sohn beendete das Schuljahr als Klassenbester, Notenschnitt: 1,1. Ohne Sportunterricht wäre er noch besser gewesen. Derzeit absolviert er eine Schreinerlehre. Für die Eltern sind die Noten der Beweis, dass ihr Heimunterricht den Kindern nicht schade. Auch die Staatsanwaltschaft räumte ein, die Kinder würden von ihren Eltern gut unterrichtet. Das spiele für die Verletzung der Schulpflicht aber keine Rolle. …
Die Kinder sind trotz Schulabstinenz bestens gebildet, aber die Eltern werden trotzdem verurteilt. Ist das Gerechtigkeit?
Demnach geht also ums Prinzip. Der Staat setzt seinen Willen auf jeden Fall durch, denn sonst droht Machtverlust.
Den Blick über den Tellerrand wagen, sich flexibel zeigen, seinen Bürgern die Freiheit zugestehen, ihr Leben selbstbestimmt zu führen – Fehlanzeige.
Wie lange noch?
Link zum vollständigen Artikel
Schlagwörter: Hausunterricht, Heimunterricht, Home Education, Homeschooling, Kinder, Kinheit, Rechtsprechung, Schulabstinenz, Schule, Schulpflicht, Schulverweigerung, Schulzwang, Staatsmacht
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Mittwoch, 25.11.2009 von KiFaSchuLe
Eltern in New York stecken Tausende von Dollar in Nachhilfestunden für ihre Zöglinge, die noch im Kindergartenalter möglichst optimal auf Schuleingangsprüfungen vorbereitet werden. Sie hoffen auf ein überdurchschnittliches Abschneiden bei den Multiple-Choice-Tests, dann winkt ein Stipendium für begabte Kinder. Als Begründung wird von Eltern die schlechte Wirtschaftslage angegeben, die den Besuch von teuren Privatschulen unmöglich macht. Möglicherweise nicht der einzige Grund für solche exzessiven Erziehungsmaßnahmen, die Fünfjährige in sogenannte “bootcamp”-Programme schicken. …
Link zum vollständigen Artikel auf Heise.de
Schlagwörter: Begabtenförderung, Erziehung, Förderprogramme, Förderwahn, Frühförderung, Kinder, Kindheit, Konkurrenzangst, Konkurrenzdruck, Leistungsdruck, Nachhilfe, Optimierung
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