Netzwerk-Schule - ein Ort für die Lust am Lernen

Eine weitere Demokratische Schule hat die schwierigen behördlichen Hürden überwunden und “die grundsätzliche Zulassungsvoraussetzung für den Bereich der Jahrgangstufen 1 bis 6 (Grundschule) erfüllt”. Ich hoffe, dass noch sehr, sehr viele weitere Schulen dieser Art in Deutschland genehmigt werden, damit immer mehr Schüler selbstbestimmt statt fremdbestimmt lernen können.

Hier der Rundbrief der Netzwerk-Schule vom heutigen Tage:

Donnerstag, 8. Mai 2008

*Netzwerk-Schule - ein Ort für die Lust am Lernen*
*Demokratische Schule in Berlin zugelassen*

In Berlin kann zum Schuljahr 2008/09 eine Demokratische Schule eröffnen. Träger der Schule ist der Verein NETZWERK SPIEL/KULTUR Prenzlauer Berg e.V. Die “Netzwerk-Schule” soll zunächst mit ca. 25 Kindern beginnen. Ziel ist eine Gemeinschaftsschule mit ca. 150 Kindern, die Grund- und Sekundarstufe umfaßt.

Die Berliner Schulverwaltung teilte den Inititatoren der Netzwerk-Schule am 6. Mai mit, dass “die grundsätzliche Zulassungsvoraussetzung für den Bereich der Jahrgangstufen 1bis 6 (Grundschule) erfüllt” seien. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung eines innovativen Schulkonzepts. Noch offen ist die Frage, ob die Schule als Gemeinschaftsschule “im Rahmen des Schulversuchs genehmigt werden kann”. Das entsprechende Gesetz ist erst am 17. April 2008 geändert worden.

Die Chancen, die Schule im Sommer 2008 zu eröffnen, sind damit sehr gut. Endlich können sich Eltern, Schüler und Lehrer ernsthaft auf dieses Vorhaben einlassen.

Der endgültige Standort im Prenzlauer Berg oder seiner Umgebung steht noch nicht fest, da ohne Genehmigung des Konzepts über Räumlichkeiten nicht entschieden werden konnte.

An Demokratischen Schulen entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbst über ihr Lernen. Sie können an Kursen teilnehmen oder sich ihren Interessen individuell widmen. Demokratische Schulen werden durch eine Schulversammlung geleitet, in der Schüler und Lehrer gleiches Stimmrecht haben. In diesem wöchentlich tagenden Parlament werden Entscheidungen über die Regeln des Zusammenlebens, über Anschaffungen und über die Einstellung von neuen Lehrern getroffen. Konflikte werden durch ein faires, rechtsstaatliches Verfahren gelöst.

Die Netzwerk-Schule ist als Ganztagsschule konzipiert und wird von morgens bis zum späten Nachmittag geöffnet sein. Träger der Jugendhilfe, öffentliche Einrichtungen und lokale Betriebe sollen in das Bildungsangebot der Schule einbezogen werden. Die Schule plant, auch Schüler mit Behinderungen und Assistenzbedarf aufzunehmen.

Seit seiner Gründung 1990 setzt sich der Verein NETZWERK SPIEL/KULTUR für Kinderrechte und die Gleichberechtigung von Kindern und Erwachsenen ein. Ein Teil dieser Arbeit konzentriert sich auf den Bereich der Schule. Im Jahr 2005 organisierte NETZWERK SPIEL/KULTUR die Weltkonferenz der Demokratischen Schulen in Berlin und produzierte den vielbeachteten Dokumentarfilm “Demokratische Schulen”. Die Beschäftigung mit demokratischen Schulmodellen mündete schließlich in die Idee, selbst eine solche Schule zu gründen.

NETZWERK SPIEL/KULTUR Prenzlauer Berg e.V. ist anerkannter Träger der Jugendhilfe mit alternativpädagogischen Wurzeln in der Ostberliner Jugend- und Kulturarbeit. Der Verein betreibt zahlreiche Projekte Offener Jugendarbeit, darunter den Abenteuerlichen Bauspielplatz Kolle37, die Jugendfarm Moritzhof und das Kinderrechtsprojekt KRÄTZÄ. Er ist Träger von drei Kitas und zwei Horten und Mitgesellschafter des MACHmit! Museum für Kinder.

NETZWERK SPIEL/KULTUR ist Mitglied im Bundesverband freier Alternativschulen. Die Schulgründung wird vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin gefördert.

Kontakt:
NETZWERK SPIEL/KULTUR Prenzlauer Berg e.V.
- Netzwerk-Schule -
Choriner Straße 20
10435 Berlin
Telefon / Fax 030 40393340
schule (at) netzwerkspielkultur.de
www.netzwerkspielkultur.de/schule/
Ansprechpartner: Mike Weimann

Den aktuellen Flyer senden wir gern zu.

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