An diesem Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.05.2008 fand ich besonders folgenden Absatz bemerkenswert:
Was wir fürs Leben lernen, lernen wir nicht in der Schule. Das meiste jedenfalls. 70 Prozent aller menschlichen Lernprozesse macht, laut Unesco, nämlich das informelle Lernen, also jene Wissensaneignung außerhalb von Bildungsinstitutionen, aus.
Und trotzdem heißt es immer, wir würden in der Schule fürs Leben lernen. Dabei sind’s nur 30 Prozent
Und selbst die könnte man mit Sicherheit auch außerhalb einer Institution lernen, wenn man die Kinder denn ließe.
Unschooler-Familien berichten immer wieder davon, wie sich ihre Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen selbst beigebracht haben. Beispielsweise berichtet auf dem Blog Pro-Lernen eine Familie aus der Schweiz von den spannenden Leseentwicklungen ihrer älteren und jüngeren Tochter.
Schlagworte: Informelles Lernen
Dienstag, 13.05.2008 um 12:19 |
Ja, das war bei unserem Thomas ganz ähnlich. Er fragte mich eines Tages im Postamt aus heiterem Himmel “Mama, was heißt eigentlich DISKRETION?” Das stand nämlich groß auf Schildern vor den Schaltern. Da war er dreieinhalb, und niemand hatte je versucht, ihm Lesen beizubringen. Wir sahen ihn nur mit Büchern sitzen und die Lippen bewegen – er las zuerst leise für sich und erst viel später auch laut. Solche Sachen beschreibe ich übrigens in meinem Buch “Die Freilerner – Unser Leben ohne Schule”, das jetzt Ende Mai im Genius Verlag herauskommt. Nicht so toll und detailliert wie hier im Internet die vielen Beiträge von vielen Familien, dafür aber gedruckt, so dass man’s auch mal jemandem in die Hand drücken kann, und mit vielen Quellen und Anmerkungen.
Dienstag, 13.05.2008 um 19:56 |
Hallo Dagmar,
vielen Dank für deinen Kommentar. Auf dein neues Buch bin ich schon gespannt.