Kinder bewegen sich heutzutage zu wenig, spielen zu selten im Freien, sitzen zuviel vor dem Fernseher und TV und neigen vermehrt zu Übergewicht.
Laut Artikel in der Ärztezeitung vom 14.05.2008 tragen Eltern mit ihren Verhaltensweisen nicht unwesentlich zur späteren Bewegungsunlust bei.
“Kinder würden sich mehr bewegen, wenn Erwachsene sie ließen”, betont Professor Berthold Koletzko. Doch was tun Eltern wirklich?
Sie sichern ihre Babys im Schalensitz, tragen sie so herum und verwahren sie darin im Auto, Einkaufswagen oder auf dem Küchentisch. Das ist Gift für Haltung und Entwicklung. Das Kind verliert jedes Gefühl für Schwerkraft und Gleichgewicht.
Babyhopser und gefährliche Lauflerngeräte – anderswo längst verboten – stehen bei uns immer noch hoch im Kurs und lassen dem Baby keine Möglichkeit, seine Motorik selbst zu entfalten.
Sportliche Mütter oder Väter joggen gern mit einem geländegängigen Kinderwagen – selber laufen würde dem Kind aber besser gefallen.
Selbst das erste Dreirad hat oft einen Schiebegriff und macht das Kind passiv und träge.
Schlagworte: Übergewicht, Bewegungsarmut, Spielen
Mittwoch, 21.05.2008 um 16:16 |
Sehr guter Artikel.
Auch: “Sitz still, sonst hör ich auf vorzulesen” hört man immer wieder