Wer Familie sagt, denkt vor allem an Kinderbetreuung …?

By KiFaSchuLe

In Deutschland glaubt man, alle Probleme ließen sich mit Betreuung der Kinder außerhalb des Elternhauses lösen (siehe auch hier). Die Kinder werden gefördert und dadurch gebildet, die Kinder werden überwacht, da Auffälligkeiten sofort entdeckt werden und die Mütter dürfen (oftmals „müssen“ sie auch…) arbeiten gehen.

Am 15. Mai war der Internationale Tag der Familie. Dass Deutschland voll auf Fremdbetreuung setzt, ist auch hier ersichtlich, denn das deutsche Motto für diesen Tag lautete: „Für Kleine Großes leisten – Bundesweiter Aktionstag zum Ausbau der Kinderbetreuung“.

Siehe hierzu auch der Beitrag „Wer Familie sagt, denkt vor allem an Kinderbetreuung…?“ vom 21.05.2008 auf dem Bildungsvielfalt-Blog:

Ein qualitativ hochwertiges Angebot an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder jeden Alters ist in jedem Fall wichtig für all diejenigen, die ihre Kinder wirklich fremdbetreuen lassen möchten oder darauf dringend angewiesen sind. Die Fremdbetreuung, und dabei in erster Linie die institutionelle Betreuung aber so vehement in den Vordergrund zu rücken, diskreditiert den Beitrag der Mütter, Tagesmütter, Väter, Omas usw., die Kinderbetreuung und Erziehung in Eigenregie leisten. Besonders deutlich wird diese Diskreditierung immer dann, wenn einer Politikerin oder einem Politiker mal wieder ein verbaler Ausrutscher unterläuft.

Es erstaunt in diesem Zusammenhang vor allem auch das Wort Bildungsschwänzer. Was geschieht mit den kleinen Kindern, den Unter-Dreijährigen, zu Hause? Dämmern sie dort vor sich hin, haben sie dort keine Gelgenheiten oder wirklich weniger als in einer Institution, um sich zu bilden?

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