Wider den Förderwahn

By KiFaSchuLe

Eltern treibt heutzutage eine große Angst um, ihre Kinder könnten nicht genügend gefördert werden und sie könnten dadurch Chancen im Leben verpassen. So haben schon Kleine einen vollen Terminkalender mit diversen Kursen.

Aber wir nehmen den Kindern mit dieser Förderwut auch etwas. Wir nehmen ihnen die Erfahrung, die Welt aus eigenen Antrieb zu entdecken.

Auszug aus dem am 09.06.2008 in der Frankfurter Rundschau erschienenen Gastbeitrag des Kinder- und Familientherapeuten Wolfgang Bergmann:

Ein Kind wächst nicht einfach auf, das war früher so. Heute wird es von einer Entwicklungsstufe zur anderen befördert – wie ein Manager oder Beamter: der Körper und seine motorische Geschicklichkeit, die ersten bewussten Laute, die ersten Buchstaben.

Eltern hoffen, dass ihr Kind sich, solchermaßen gefördert, optimal entwickelt, dass kein “Zeitfenster” von dem kleinen Gehirn ungenutzt bleibt, dass jede Kompetenz ausgebaut und trainiert wird. Natürlich wissen und spüren wir, dass diesen Kindern etwas Substanzielles verloren geht. Eine freie mutige Kindheit nämlich, in der sich die Kleinen vorbehaltlos und tapfer, manchmal auch ängstlich, auf die eigenen Beine stellen und dabei befremdliche Eindrücke und Wissen sammeln.

Kinder werden schlau, wenn ihnen der Mut und die Neugier nicht abtrainiert werden. Das freilich ist in allen Kindergärten der Fall, die die Förderung auf ihre Fahnen und Flyer geschrieben haben…

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Kind entdeckt die Welt
Bild: © dieter haugk / PIXELIO

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Eine Antwort zu “Wider den Förderwahn”

  1. ÜBER(förderte)KINDER « gerART sagt:

    [...] Wider den Förderwahn (Frakfurter Zeitung; via KiFaSchule) [...]

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