Dauerschwänzer sollen bald ins Internat

By KiFaSchuLe

Die Vorschläge, wie mit Schulschwänzern umgegangen werden soll, werden nach meinem Empfinden immer verrückter. Vor drei Tagen gab es den Vorschlag, die Eltern von Schwänzern mit Kindergeld- und Führerscheinentzug zu bestrafen (siehe hier), nun sollen die Schüler ins Internat.

Auszüge aus dem Artikel auf Welt-Online vom 10.06.2008:

Berlin will ab kommendem Schuljahr ein erstes Internat für hartnäckige Schulschwänzer starten. In einem Modellversuch im ehemaligen Kinderheim Haus Buckow sollen zunächst maximal 40 Schulverweigerer aus Neukölln betreut werden. Die Neuköllner SPD will die Schulpflicht noch drastischer durchsetzen.

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD, Felicitas Tesch hält wenig von einer Internatslösung. Eine solche Einrichtung stigmatisiere die Jugendlichen, meint Tesch. Zudem hält sie es für problematisch, die besonders schwierigen Schüler an einer Schule zu konzentrieren.

Bildungsexperte Karl-Heinz Nolte aus der SPD-Fraktion dagegen hält das Internat für eine „sehr gute Idee“. Viele Schulen seien mit Schulverweigerern überfordert und würden die Schüler von einer Einrichtung zur nächsten abschieben. Durch die Internatsunterbringung könnten diese Schüler wieder Spaß an der Schule zu finden.

Umstritten sind auch anderen Maßnahmen, die die Neuköllner SPD in ihrer Resolution vorschlägt. Wenig Zustimmung in der SPD findet der Neuköllner Vorschlag, auf Flughäfen vor oder nach den Ferien Kontrollen durchzuführen.

Link zum vollständigen Artikel

Schlagworte: , ,

Einen Kommentar schreiben