Nicht jedem Schüler passt die vom Staat verordnete “Zwangsjacke”. Eine Einheitsjacke für alle kann es nicht geben, dafür sind wir alle zu verschieden. Das Ergebnis ist nicht optimal, da sie nicht richtig sitzt.
Deshalb brauchen wir eine große Auswahl an verschiedenen Schnitten und Größen, damit jeder etwas Passendes findet – wir brauchen Bildungsvielfalt.
So auch der Tenor in einem Artikel vom 2. Juli 2008 im Magazin “eigentümlich frei”:
So mag es Schüler geben, denen mit einer Ganztagsschule geholfen ist, weil sie so in eine angenehmere Lernatmosphäre versetzt werden als bei ihren vier Geschwistern zu Hause in der Einzimmerwohnung. Andererseits, warum sollten leistungsstarke Schüler, die besser selbständig lernen, nicht mehr zu Hause arbeiten können? Kindern, die aus irgendwelchen Gründen Angst haben, in die Schule zu gehen, oder an Lernstörungen leiden, wäre vielleicht mit Einzelunterricht besser geholfen. Lernbehinderten sowie hochbegabten Kindern nützt es nichts, wenn sie zusammen auf eine Schule gehen müssen. Musikalisch begabten Kindern kann eine musikbetonte Schule eher fördern, religiöse Familien wissen ihre Kinder vielleicht in konfessionellen Schulen besser aufgehoben.
Wie wir sehen, hängt die angemessene Schuform vor allem von den individuellen Bedürfnissen der Schüler und ihren Eltern ab. Hier kann eine kollektive politische Entscheidung für oder gegen irgendein Schulsystem die Situation nur verschlechtern, weil sie den Betroffenen ihrer Wahlmöglichkeit beraubt. Nur Vielfalt ist das geeignete Mittel, um Bildungsarmut zu verhindern, aber leider ist genau die unvereinbar mit staatlicher Bildungsplanwirtschaft…
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Schlagworte: Bildungsfreiheit, Bildungspolitik, Planwirtschaft
Sonntag, 06.07.2008 um 23:46 |
Einerseits werden die junge Menschen durch die Ganztagsschule noch stärker in einer Anstalt kontrolliert und isoliert, andererseits fehlen auch sie und ihr frischer Einfluß im Stadtbild. Das ist für alle eine armselige Lebensweise. Schon jetzt grenzen sich die meisten Schulen ab; Initiativen, sich im Umfeld umzusehen und die Lebens- und Arbeitswelt der Nicht-Schüler zu erkunden, kenne ich nur von privaten Schulen.