Triumph der Schmetterlinge

By KiFaSchuLe

Unser Bildungssystem benachteiligt Jungen. Mädchen haben die besseren Noten, machen häufiger das Abitur. Es sind in der Mehrheit Jungen, die noch nicht einmal den Hauptschulabschluss schaffen und auf Sonderschulen landen.

Aber dieses Problem der Benachteiligung von Jungen wird nicht angegangen, es wird anscheinend einfach in Kauf genommen.

Dem Warum geht ein Spiegelartikel vom 25.08.2008 nach.

Auszug:

Dem Begriff “gender” liegt die Vorstellung zugrunde, dass es neben dem biologischen Geschlecht ein davon unabhängiges soziales Geschlecht gibt. Weiblichkeit oder Männlichkeit sind demnach rein gesellschaftliche Konstrukte.

Konsequenterweise dürfen Jungen nicht gefördert werden, indem man ihren Interessen entgegenkommt. Das würde typisch jungenhaftes Verhalten belohnen. Im Gegenteil, sie müssen so erzogen werden, dass ihre Interessen sich anpassen. Wenn Jungs sich mehr für Piraten als für Schmetterlinge interessieren, dann muss man sie eben so lange konditionieren, bis sich das ändert. Sonst würde man die Geschlechterstereotypen noch verstärken.

In der sogenannten Männerarbeit tummeln sich Gruppen wie der Berliner Verein “Dissens”, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Rollenverständnisse von Jungen zu ändern. So soll den Jungen Fußball verleidet werden, weil er als typischer Jungensport “nicht auf Körperwahrnehmung und Körperbewusstsein zielt, sondern auf leistungsgerechtes Funktionieren”. Projekte von Dissens werden vom Land Berlin, vom Bund und von der EU gefördert. “Die feministische Diskussion hat dazu geführt, dass man die Jungen so behandelt, wie man sie gern hätte, und nicht, wie sie sind”, sagt die Leiterin einer Arbeitsgruppe zur Bubenförderung im bayerischen Kultusministerium, Anne Blank.

Nicht alle sehen ein gravierendes Problem. “Ein Bildungsvorsprung ist für junge Frauen vorläufig oft bitter notwendig, um auch nur annähernd gleiche Chancen im Beruf zu haben”, schreibt die Leiterin der Abteilung Geschlechterforschung am Deutschen Jugendinstitut in München, Waltraud Cornelißen. Das ist ein perfides Argument. Wäre es demnach in Ordnung, zehnjährige Jungen in der Schule zu benachteiligen, weil erwachsene Frauen im Beruf benachteiligt werden?

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Eine Antwort zu “Triumph der Schmetterlinge”

  1. 1000sunny sagt:

    Ich hatte mal ein Seminar bei Frau Gitta Mühlen Achs. Eine Gender Forscherin an der LMU (Autorin von “Wie Hund und Katz”). Ich bin dann irgendwann rausgegangen, weil mir schlecht wurde. Männer waren das ultimative Feindbild und jede wusste eine wirklich schlimme Geschichte über Männer beizutragen. Ich dachte man kann etwas über den Dialog zwischen Mann und Frau lernen, dabei war es eine brutale Horror-Show.
    Auch Frau Bettina Hannover (die immer gegen Homeschooler zitierte Professorin) scheint so eine zu sein. Gender, Gender, Gender. Und die männliche Nachwuchspopulation gleich mit schlechteren Startchancen zu versehen, damit das Patriarchat nicht nur aufgebrochen wird, sondern durch ein ultra-patriarchisches Matriarchat ersetzt wird.
    Eine abstruse Idee von manchen, dass man Menschen erst mal richtig runter machen muss, damit man sich mit ihnen auf Augenhöhe treffen kann.

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