Schulpflicht für Firmen

By KiFaSchuLe

Artikel in der FTD vom 26.09.2008:

Im Schnitt stehen den Arbeitnehmern neun Stunden ihrer Jahresarbeitszeit zum Lernen zur Verfügung. Damit schneidet Deutschland im Europavergleich schlecht ab. Nur 30 Prozent aller Beschäftigten nehmen an betrieblicher Weiterbildung teil, in Frankreich, Schweden, Spanien und Großbritannien sind es 33 bis 46 Prozent.

Dass Weiterbildung in Deutschland als Luxus und nicht als Notwendigkeit angesehen wird, muss sich nach Ansicht von Bildungsministerin Annette Schavan ändern. Ziel der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung ist es, die Weiterbildungsbeteiligung bis 2015 auf 50 Prozent anzuheben.

Zu diesem Zweck will Schavan sich auf dem Bildungsgipfel im Oktober für einen betrieblich festgeschriebenen Weiterbildungsanspruch starkmachen. Lernzeitkonten und andere konkrete Angebote sollen standardmäßig Bestandteile von Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen werden…

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Weiterbildung ist ja gut und nützlich, … aber warum müssen die Politiker daraus nun gleich wieder eine Verpflichtung machen? Können das die Firmen und Mitarbeiter nicht selbst entscheiden?

Im letzten Absatz des Artikels heißt es:

Eine Studie der Universität Duisburg ergab, dass schlechte Lernerfahrungen und die Angst, sich zu blamieren, eine Teilnahme verhindern. Manchen Angestellten fehlt die Motivation, wenn weder Aufstieg noch Einkommensgewinn locken. „Es gibt Gruppen von Beschäftigten, die erst mal überzeugt werden müssen“, sagt Bayer. „Hier besteht eine Diskrepanz zwischen der Einsicht und dem objektiven Bedarf.“

Klingt nach „Wir müssen die Beschäftigen zu ihrem Glück zwingen, denn die wissen ja nicht, was gut für sie ist. Aber wir wissen es.“

Wie gesagt, ich habe rein gar nichts gegen Weiterbildung, aber immer dieses erzieherische Getue von oben herab geht mir einfach auf den Keks.

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