Einer meiner Blogleser hat mich auf nachfolgendes Interview, erschienen am 29.09.2008 im Standard, aufmerksam gemacht (An dieser Stelle vielen Dank an J. aus W. für diesen Lesetipp):
derStandard.at: Sind Schulverweigerer Schulschwänzer?
Hochgatterer: Nein. Schulschwänzer sind Schulvermeider. Sie gehen nicht in die Schule, weil sie keine Lust dazu haben. Schulverweigerung dagegen ist ein kinderpsychiatrischer Fachterminus, der die innere Unmöglichkeit die Schule zu besuchen beschreibt. Es geht hier nicht um Unwillen.
derStandard.at: Dient die Schulverweigerung als Strategie zur Lösung eines Problems?
Hochgatterer: Strategie impliziert bewusstes Verhalten. Ebenso wie der Begriff Verweigerung, den ich deshalb auch nicht für besonders glücklich gewählt halte. Ich bezeichne Schulverweigerung als Strategie der Psyche des Kindes, um mit einem Problem fertig zu werden oder um ein Problem auszudrücken.
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Schlagworte: Kinder, Kinderpsyche, Kindheit, Leistungsdruck, Psychologie, psychosomatische Beschwerden, Psychotherapie, Schüler, Schulangst, Schule, Schulschwänzer, Schulstress, Schulvermeider, Schulverweigerung