Kindheit sollte mehr sein als Schule und Noten. In Zeiten von G8 und Ganztagsschule wird das leider vergessen.
Was wird das für eine Generation sein, die wegen Zeitmangels kaum Erfahrungen außerhalb der Schule sammeln konnte? Die von Anfang an auf Leistung getrimmt werden, weil das angeblich das Wichtigste für späteren Erfolg im Leben ist?
Hierzu ein Artikel in der FAZ vom 04.02.2008. Auszug:
Früher nannte man jemanden einen Streber, einen Fachidioten, wenn man sagen wollte, dass da einer keine Lebenserfahrung außerhalb der Schule gesammelt hat. Dass sich da einer versteigt in fachliche Richtigkeiten, ohne das Richtige an den rechten Platz im Leben rücken zu können, mit anderen Worten: ohne ein gesundes Urteilsvermögen erworben zu haben, ein Wissen darüber, was die Situation verlangt, einen Sinn für das jeweils Näherliegende und Fernerliegende, für das, was sich von selbst versteht. Reiten und Tanzen, aber natürlich auch Theaterspielen, sich mit Freunden verabreden, mit dem Hund spazieren gehen, in den eigenen vier Wänden faulenzen – das alles wie überhaupt jede angemessene Form musischer Erziehung fällt in der real existierenden G-8-Schule flach.
Schlagworte: Erwachsen werden, Erziehung, Familienleben, G8, Ganztagsschule, Gesellschaft, Kinder, Kindheit, Leben, Lebenserfahrung, Lebenssinn, Lernfähigkeit, Schule, Schulpflicht, Schulstress, Spielen
Dienstag, 14.10.2008 um 11:04 |
Warum gibt es hier eigentlich keinen Spenden-Knopf? Ich finde die Artikelsammlung so klasse und bin sicher, dass ich nicht der einzige wäre, der hin und wieder einen kleinen Zuschuss geben würde.
Dienstag, 14.10.2008 um 11:31 |
Oh, dankeschön Oliver, für dieses schöne Kompliment!
Mit dem Recherchieren Geld verdienen und so meine liebste Freizeitbeschäftigung zum Beruf machen zu können, ist tatsächlich mein Wunsch. Wer weiß, eines Tages…